EPICUR

Europäische Universität

 

Image Logo EPICURDie Université de Haute-Alsace ist Teil des Verbunds der acht Partner des europäischen Hochschulprojekts European Partnership for an Innovative Campus Unifying Regions (EPICUR). Im Juli 2019 konnte er die  Ausschreibung zu Pilotprojekten für die „Europäische Hochschule, die von der Europäischen Kommission im Programm Erasmus+ initiiert worden war,  für sich entscheiden konnte. Über diese Ausschreibung sollen bis 2024 etwa zwanzig europäische Universitäten entstehen, welche über die bestehenden Arten der Zusammenarbeit im Hochschulbereich hinausgehen. Des Weiteren wird die Einrichtung von universitätsübergreifenden europäischen Campus den Studierenden die Möglichkeit geben, die Erfahrung der Mobilität zu machen, und zwar unabhängig von ihrem Studienniveau.

Die Schaffung von europäischen Hochschulen ist für die europäischen Institutionen eine Möglichkeit, die internationaler Attraktivität zu steigern. Sie hat das Ziel, eine neue Generation von europäischen Bürgern auszubilden, die kreativ sind und unabhängig von Grenzen, Fachgebieten und Sprachen zusammenarbeiten können. Über sie können die großen gesellschaftlichen Herausforderungen und die Qualifikationsdefizite angegangen werden, die Europa zu bewältigen hat.

European Partnership for an Innovative Campus Unifying Regions

Das europäische Hochschulprojekt EPICUR ist tief in den Werten eines Europas des Wissens verwurzelt, das unabhängig von Grenzen agiert.

Es verbindet acht Hochschulen, von denen vier Mitglieder des Europäischen Verbunds für territoriale Zusammenarbeit Eucor – The European Campus sind: Freiburg im Breisgau, Mulhouse, KarlsruheStrasbourg. Sie möchten mit dem neuen Projekt EPICUR die bisherigen Aktionen weiterführen und die Sichtbarkeit des Oberrheins in diesem neuen Verbund erhöhen.

Der Verbund EPICUR – acht Partnerhochschulen

Die acht Partnerhochschulen des Verbunds EPICUR haben sich das Ziel gesetzt, an der Gestaltung der Bildung in Europa, sowie an der Forschung und Innovation mitzuwirken. Sie fordern daher die neuen Generationen von europäischen Bürgern dazu auf, fachübergreifende, mehrsprachige und durch Forschung inspirierte Lehr- und Lernmethoden zu nutzen.

Karlsruher Institut für Technologie – Deutschland
Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) sieht sich als “Die Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft“. Es schafft und vermittelt Wissen im Bereich Gesellschaft und Umwelt und gelangt in der Grundlagenforschung und der angewandten Forschung in den Fächern Naturwissenschaft, Ingenieurwissenschaft, Wirtschaft und Geistes- und Sozialwissenschaften zu außergewöhnlich guten Ergebnissen. Es leistet einen bedeutenden Beitrag zu den weltweiten gesellschaftlichen Herausforderungen in den Bereichen Energie, Mobilität und Information. Zu seinen Hauptaufgaben zählen Forschung, Bildung und Innovation.  Mit seinen 26.000 Studierenden und 9.000 Angestellten gehört das KIT zu den größten wissenschaftlichen Einrichtungen in Europa.
Adam-Mickiewicz-Universität Posen - Polen
Die Adam-Mickiewicz-Universität Posen, benannt nach einem großen polnischen Dichter, gehört zu den drei Spitzenuniversitäten Polens und kann auf über 100 Jahre Geschichte zurückblicken. Über 40.000 Studierende und 1.300 Doktoranden werden hier unterrichtet und betreiben Forschung in insgesamt 15 Fakultäten.
Aristoteles-Universität Thessaloniki - Griechenland
Mit ihren 74.000 Studierenden ist die Aristoteles-Universität Thessaloniki die größte griechische Universität. Diese klassische Volluniversität wurde im Jahre 1995 gegründet und stellt einen der wissenschaftlichen Hauptanziehungspunkte in Südosteuropa dar. Über 4.000 Doktoranden und mehr als 2.000 Wissenschaftler betreiben in ihren 10 Fakultäten Forschung.
Universität Amsterdam - Niederlande
Die im Jahre 1632 gegründete Universität Amsterdam genießt in der Forschung und Bildung weltweit einen exzellenten Ruf. Diese Volluniversität befindet sich laut den derzeitigen Ranglisten unter den 20 besten europäischen Universitäten. Wie die Université de Strasbourg und die Universität Freiburg im Breisgau ist sie Mitglied der LERU (Liga Europäischer Forschungsuniversitäten). Über 30.000 Studenten absolvieren in ihren sieben Fakultäten ihr Studium und 3.000 Doktoranden forschen hier.
Universität Freiburg - Deutschland
An der im Jahre 1457 gegründeten Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau sind 25.000 Studierende eingeschrieben. Sie zeichnet sich durch eine Mischung aus klassischen Fachbereichen und moderner Technologie aus. Ihr vollständiges Bildungsangebot reicht von Informationstechnologien über Naturwissenschaften und Medizin bis hin zu Geistes- und Sozialwissenschaften.
Université de Haute-Alsace - Frankreich
Die Université de Haute-Alsace zählt 10.000 Studierende, die hier in 170 Studiengängen mit den Abschlüssen DUT (Fachhochschulabschluss), Bachelor , Ingenieurdiplom, Master bis Promotion eingeschrieben sind, verteilt über vier Fakultäten, zwei IUT (Fachhochschulen) und zwei Ingenieurschulen in Mulhouse und Colmar. Darüber hinaus verfügt sie über 14 Forschungslabors, die hier Grundlagen- und angewandte Forschung betreiben. Als äußerst innovative multidisziplinäre Universität ist sie anerkannt für die Qualität ihrer berufsqualifizierenden (darunter 35 duale Studiengänge) und grenzüberschreitenden Studiengänge (mit mehr als zehn bi- oder trinationalen Studiengängen).
Universität für Bodenkultur Wien - Österreich
Die Universität für Bodenkultur in Wien sieht sich als Ausbildungs- und Forschungszentrum im Bereich der erneuerbaren Ressourcen und der Nachhaltigkeit. Sie vereint Naturwissenschaften mit Technik und Wirtschaftswissenschaften. Über 13.000 Studierende absolvieren hier in 15 Abteilungen ihr Studium.
Université de Strasbourg - Frankreich
An der Université de Strasbourg sind 51.000 Studierende eingeschrieben, davon sind 20 % internationale Studierende aus 150 Ländern. Mit ihren 35 Abteilungen und 78 Laboren und Forschungseinheiten zeichnet sie sich durch die Multidisziplinarität und Interdisziplinarität ihres Studienangebots aus. Fast 2.800 Forscher mit Lehrauftrag, darunter vier aktive Nobelpreisträger, betreiben hier Forschung der Spitzenklasse.

Image Carte EPICUR

Arbeitsschwerpunkte

Die EPICUR-Allianz verfügt über mehrere Arbeitsschwerpunkte, die die Ausrichtung ihrer Arbeit festlegen:

  • Förderung des freien Verkehrs der Studierenden und der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in den acht Hochschulen des Projekts
  • Förderung der Mehrsprachigkeitund der Interkulturalität
  • Entwicklung von innovativen Lehr- und Lernmethoden mit Fokus auf den Studierenden
  • Bereitstellung der richtigen Rahmenbedingungen für Forschungstätigkeiten, in enger Beziehung zu den Lehrtätigkeiten
  • Aufbau eines europäischen Hochschulnetzwerks
  • Entwicklung von nachhaltigen Governance-Strukturen

Die UHA im EPICUR

Getreu ihrer Identität und entsprechendImage Équipe EPICURihrem Engagement im Rahmen von Eucor – The European Campus ist die UHA Trägerin der  interkulturellen Aspekte im Projekt EPICUR. Dazu bietet sie mehrere strukturgebende Maßnahmen an: Schulung von Ausbildern in der interkulturellen Begleitung und der Tandem-Methode, Handlungsforschung im Bereich des Konzepts der Interkulturalität usw.

Als Zentrum für grenzüberschreitende Kompetenzen wird NovaTris künftig ein wichtiger Akteur bei der Umsetzung dieser Aktionen sein.

Mit dem Kick-off-Seminar vom 20. bis 22. November 2019 gab die UHA den Startschuss zur Zusammenarbeit. Die Teams der acht Partnerhochschulen kamen in Mulhouse zu einem dreitägigen Meinungsaustausch und insbesondere zu mehreren interkulturellen Team-building-Workshops zusammen, die von NovaTris ausgearbeitet und geleitet wurden. Durch diesen Moment der Begegnung konnte das Projekt effizient und harmonisch auf den Weg gebracht werden.

Dank EPICUR zählt die UHA zu den Pionieruniversitäten eines äußerst renommierten europäischen Panels von Universitäten, welches der Botschaft des französischen Präsidenten in seiner Rede an der Sorbonne 2017 treu bleibt. Ein großes Dankeschön an alle, die an der Ausarbeitung dieses Projekts mitgearbeitet haben. Dank der 2016 gestarteten Entwicklung des Konzepts der Interkulturalität im Rahmen von Eucor – The European Campus, insbesondere durch NovaTris, kann EPICUR nun in den nächsten Gang schalten: mithilfe der Zusammenarbeit der acht Partnerhochschulen und der Annäherung ihrer Regionen kann aus der Interkulturalität eine echte Weltanschauung gemacht werden, eine Geisteshaltung der Bürger Europas, um der europäischen Idee Rechnung zu tragen. In den kommenden Jahren wartet auf die Akteure unserer Universität eine spannende Aufgabe und ich bin glücklich, dass ich an ihrer Erschaffung teilnehmen konnte. Danke, Europa!* Serge Neunlist, Gründer von NovaTris und früherer Vize-Präsident Grenzüberschreitende Beziehungen und Eucor – The European Campus“

*Dieser Erfahrungsbericht wurde aus der französischen Sprache übersetzt.

Kontakt EPICUR an der UHA: epicur@uha.fr